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KRUPS in den 60ern und 70ern

Die elektrische Kaffeemühle von KRUPS aus den 60er Jahren fällt
durch ihre geradlinige Form auf: Mahlbehälter und Motorblock sind in einem
Gehäuse zusammengefasst. Das runde, cremeweiß lackierte Gehäuse aus
Leichtmetall (h: 17 d: 8,5 cm) hat einen eingesetzten Edelstahlbehälter
mit dem typischen Zwei-Klingen-Schlagmesser.

Das Schlagmesser zerhackt jedoch nur die Kaffeebohnen, wenn der geriffelte, durchsichtige Deckel
richtig aufgesetzt wird und das sogenante, randliche Schutzknöpfchen heruntergedrückt ist.
Auch bei dieser "modernisierten" Kaffeemühle gilt, dass die Maschine so lange läuft
bis sie wieder von Hand ausgeschaltet wird. Also nicht wegrennen, sondern schön durch den Deckel
zu schauen, wie fein das Kaffeemehl gemahlen werden soll.
* * *
Schon Ende der Sechziger Jahre wurde das Design der Kaffeemühle überholt:

Die stylische Kaffeemühle von KRUPS Model 75, type 318 in Orange aus den 70er Jahren
hat eine leicht ovale Form aus Kunststoff mit einem eingesetzten Edelstahlbehälter. Das
Schlagmesser zeigt nun leicht gebogene Klingen, die aber ebenso in die abgewinkelten Spitzen enden.
Einerseits sollte die ohrenbetäubende Geräuschkulisse damit etwas gedämpft werden,
andererseits das Mahlen verbessert werden. Der verchromte Plastikschieber am rauchbraunen Plastikdeckel
ist zugleich der Sicherheitsverschluß und der Einschaltknopf. Sprich, nur wenn der Deckel richtig
aufgesetzt wurde und der Verschluß gedrückt wurde, rotiert das Messer. Bedeutet aber auch,
das der Mensch während des Mahlvorganges daneben stehen muss und den Verschluß
drücken muss. Meist ist der Sicherheitsverschluß nach wenigen Nutzungen so ausgelutscht,
dass er gerne von alleine eingeschaltet bleibt.

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