Haushalt
Kaffeezubereiter:
Percolator FONTANA
elektrische ORIENTA
Wasserkocher MAYBAUM
Kaffeefilter MELITTA
Perkolator COMET
Espresso MORENITA
Espresso GIRMI
antike Thermokannen
alte Kaffeemühlen
elektrische Kaffeemühlen
Porzellangeschirr
antike Brotschneider
50s Brotmaschinen
moderne Allesschneider
Brotkästen
Wohnstil
20er-30er Jahre
|


FONTANA Percolator
antiker, elektrischer Kaffeezubereiter aus der Gründerzeit
mit der Formensprache des Jugendstil
vermutlich um 1910
vernickeltes Messing-Gehäuse
h: 37 b: 19 t: 20 cm

Auf der Rückseite zwei Stromanschlüsse:
Das Gerät ist auf der Unterseite geprägt mit "110-125V"
In der Zeit vor dem ersten Weltkrieg war das deutsche Stromnetz
noch nicht auf ein einheitliches System eingestellt.
Häufig wurden die Haushalte mit 110 Volt Gleichstrom versorgt.
Erst durch die Umstellung auf Kupferkabel, aufgrund des Mangels
an kriegswichtigen Metallen, wurde das 220 Volt System eingeführt.
Diese frühen Kaffeemaschinen, auch Percolatoren genannt, funktionier(t)en wie folgt:
Das Wasser im Kessel wird erhitzt. Wenn es kocht, blubbert das Wasser durch
ein Steigrohr nach oben und läuft durch die mit Mahlgut gefüllte Filterdose.
Durch das Sichtfenster im Deckel ist der Stärkegrad des Kaffees sichtbar, der ja
wiederholt aufsteigt und gefiltert wird und somit immer stärker und schwärzer wird.
Am Ende wurde der Strom abgestellt und zum Warmhalten ein Teelicht auf die untere
Halterung gestellt.

Das Innenleben im Detail:
Zentrales, vernickeltes Steigrohr mit großer Aluminium-Filterdose,
Auch die Wahl der Materialien deutet auf eine Vorkriegsproduktion hin,
da im Krieg eher Aluminium für den Haushalt benutzt wurde.
Hier ist lediglich die Filterdose aus Alu.

unbeschädigter, facettierter Glaseinsatz im Deckel

Firmenschild "Fontana", darüber in Oval: "14T"
Auf der Unterseite finden sich noch die Prägungen D.R.Pat. und D.R.G.M.
(Deutsches Reichspatent bzw. Deutsches Reichs Gebrauchs Muster)
sowie diverse Patentnummern und ein Symbol zweier Fische in einem Oval

|